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Ihr schärfster Kritiker ist Ihnen näher, als Sie denken

  • Autorenbild: Daniela Sattler
    Daniela Sattler
  • 18. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Im Berufsalltag begegnen wir vielen Stimmen:Feedback von Vorgesetzten, Erwartungen von Kolleg:innen, Anforderungen von Kund:innen.


Die konstanteste Stimme jedoch ist unsere eigene.

Der innere Dialog begleitet jede Entscheidung, jedes Meeting, jedes Gespräch. Und er hat Einfluss darauf, wie wir auftreten, kommunizieren und handeln.


Der innere Kritiker im beruflichen Kontext

Selbstreflexion ist ein Zeichen von Professionalität.Menschen in Verantwortung hinterfragen ihr Handeln, prüfen Entscheidungen und analysieren Situationen.

Problematisch wird es dort, wo Reflexion in dauerhafte Selbstkritik kippt.

Typische innere Kommentare lauten:

  • „Das war nicht gut genug.“

  • „Ich hätte souveräner reagieren müssen.“

  • „Andere können das überzeugender.“

  • „Ich darf mir keinen Fehler erlauben.“

Diese Form des Selbstgesprächs wirkt subtil – aber nachhaltig.


Der innere Kritiker beeinflusst:

  • Selbstvertrauen im Job

  • Auftreten in Meetings

  • Entscheidungsfähigkeit

  • Kommunikationsverhalten

  • Rollenklarheit

Nicht selten ist er der eigentliche Unsicherheitsfaktor – nicht das Außen.


Selbstkritik oder Selbstsabotage?

Ein konstruktiver innerer Dialog unterstützt Entwicklung:

  • Was war mein Anteil?

  • Was kann ich daraus lernen?

  • Was mache ich beim nächsten Mal anders?


Ein destruktiver innerer Dialog hingegen pauschalisiert:

  • Das war wieder typisch für mich.

  • Ich bin nicht kompetent genug.

  • Ich darf mir keinen Fehler erlauben.

Der Unterschied ist entscheidend.


Während konstruktive Selbstreflexion die berufliche Wirksamkeit stärkt, schwächt permanente Selbstabwertung Haltung, Präsenz und Handlungssicherheit.


Warum Selbstführung entscheidend ist

Gerade leistungsorientierte Menschen entwickeln hohe innere Standards.Diese sind nicht per se problematisch.

Doch wenn innere Ansprüche unrealistisch werden, entsteht:

  • permanenter Druck

  • erhöhte Reaktivität

  • Unsicherheit trotz Kompetenz

  • Zurückhaltung in Verantwortungssituationen


Hier beginnt das Thema Selbstführung.

Selbstführung bedeutet nicht Selbstoptimierung. Es bedeutet, den eigenen inneren Dialog bewusst zu gestalten.


Selbstführung stärken: Drei zentrale Schritte

  1. Innere Muster erkennenWelche Sätze wiederholen sich nach schwierigen Situationen?

  2. Bewertung von Analyse trennenAnalyse hilft. Pauschale Abwertung blockiert.

  3. Sich selbst führen wie andereWürden Sie mit Mitarbeitenden so sprechen, wie Sie mit sich selbst sprechen?


Berufliche Wirksamkeit entsteht nicht nur durch Kompetenz.Sie entsteht durch innere Klarheit und eine konstruktive Selbsthaltung.


Fazit: Berufliche Wirksamkeit beginnt im inneren Dialog

Nicht jede Kritik kommt von außen.Nicht jede Unsicherheit ist objektiv begründet.

Der innere Kritiker ist oft näher, als wir denken.

Wer lernt, diesen inneren Dialog bewusst zu steuern,stärkt Selbstvertrauen, Klarheit und Präsenz im Berufsalltag.

Und genau dort beginnt nachhaltige berufliche Wirksamkeit.



 
 
 

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